Äpfel natürlich unbehandelt reif

Der natürliche Apfel – König der Gesundmacher

Im Früchteparadies rangiert er ganz oben, für fast 90% der Deutschen ist der Apfel das Lieblingsobst. Der gesunde Apfel ist appetitlich sauber, nahrhaft, fördert die Verdauung und putzt die Zähne.
Doch leider finden sich heute in den meisten Einkaufsregalen kaum noch natürliche, gesunde Äpfel. Das sattsam bekannte Negativ-Beispiel ist jener Apfel, der von der Blüte bis zur Frucht etwa 20mal gespritzt wird (um „Ungeziefer“ fernzuhalten). Der andere aber, den man mit Chemikalien derart behandelt, dass sein Reifeprozess beschleunigt und seine Haltbarkeit verbessert wird (damit alle Früchte von einem Baum an einem Tag geerntet werden können), der stellt schon einen massiven Eingriff in die Natur dar.

Und die EU-Normen gehen auch nicht gerade rücksichtsvoll mit der Gesundheit des Verbrauchers um: Ein Apfel mit einem Durchmesser von weniger als 55 Millimeter darf in EU-Ländern (eigentlich) gar nicht verkauft werden, muss ans Vieh verfüttert oder vernichtet werden.

unnatürlicher, grasgrüner Apfel mit Maßband

 

Ob jedoch mancher Einheits-Riesenapfel überhaupt noch genug Vitamine hat – das ist eine ganz andere Frage.
Mein Rat: Suchen Sie sich einen Bio-Obstbauern, fragen Sie ihn nach hand- bzw. selbstgepflückten, ungespritzten und unbehandelten Äpfeln, die nicht der EU-Norm entsprechen. Und freuen Sie sich über jede Frucht, in der ein Würmchen sitzt – da ist nämlich bestimmt kein Gift drin!

Sie erscheinen von ihren Inhaltsstoffen auf den ersten Blick nicht so aufregend – etwas Carotin und Vitamin B, reichlich Vitamin C und Flavone, bis zu zwölf Prozent Zucker, dazu Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium. Doch schaut man genau hin, dann schlummern in dieser „Handvoll Gesundheit“ über 300 wertvolle Biostoffe. Zu ihnen gehören organische Säuren, welche die Leber entgiften helfen, Gerbstoffe, ätherische Öle und vor allem Pektin mit seiner Heil- und Schutzwirkung auf Darm und Gefäße. Die besten Anteile des Apfels liegen allerdings direkt unter seiner Schale, weshalb es sich besonders lohnt, unbehandeltes natürliches Obst zu suchen, das man „mit Stumpf und Stiel“ essen kann!

Wirklich reife Äpfel erkennen Sie an einer breiten und tiefen Kelchgrube (dort wo die Blüte saß) und an den braunen Kernen. Fehlt der Stiel, so wurde der Apfel wahrscheinlich unreif gepflückt. Und noch ein Tipp am Rande: Kleinere Äpfel haben meist mehr „in sich“ – sprich mehr Vitamine, Mineralien, Wirkstoffe – und wenig Wasser.

Der allgemeine Gesundheitszustand unseres Organismus ist natürlich ganz entscheidend – auch für unsere Augengesundheit und -funktionalität. Vorausgesetzt dass Sie gesunde, natürliche, unbehandelte Früchte essen (siehe Titelbild am Anfang), kann festgestellt werden, dass nichts bekömmlicher ist, als zwischendurch immer mal ein bis zwei saftige, knackige Äpfel zu genießen.

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Irmgard Siersch Portrait

Über die Autorin Irmgard Siersch

Irmgard Siersch ist Augenoptiker-Meisterin und Visualtrainerin in Bad Aibling. Über 20 Jahre lang hat sie Augen vermessen und Sehhilfen angepasst, bis sie eines gelernt hat: Wir haben mehr Einfluss auf unsere Sehkraft, als die meisten denken. Heute zeigt sie Erwachsenen, wie sie ihre Augen trainieren und im Alltag wieder mit mehr Leichtigkeit sehen.